Der britische Außenminister David Miliband fordert in der Süddeutschen Zeitung Russland auf, seine Nachbarn als gleichberechtigte Staaten anzuerkennen. Gleichzeitig warnte er zwar vor einer Isolation Russlands, forderte jedoch Art, Tiefe und Umfang der Beziehungen zu überprüfen.
Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion scheint es so, als würden neue Regeln für das Verhalten der internationalen Beziehungen in Mittel- und Osteuropa sowie in Zentralasien etabliert. Die Schlagworte bisher waren Unabhängigkeit und Interdependenz; Souveränität und gegenseitige Verantwortlichkeit, Kooperation und gemeinsame Interessen. Das sind gute Wörter, die es zu verteidigen gilt. Aber die Krise in Georgien hat ein jähes Erwachen bewirkt.
