Florian Hassel beschreibt in der Frankfurter Rundschau das Verfahren gegen Michail Chodorkowskij, den ehemals reichsten Mann Russlands und früherer Chef des Ölkonzerns Jukos. Die Willkür des russischen Justizsystems und zweifelhafte Anschuldigungen treten in einem Briefwechsel mit Chodorkowskij zur Tage.
Es ist nicht so, dass Michail Chodorkowskij hinter Gittern keine Siege errungen hätte. Als Russlands ehemals reichster Mann im sibirischen Arbeitslager wegen des angeblich verbotenen Besitzes von zwei Zitronen einen Verweis bekam, wurde der vor Gericht aufgehoben. Und seit das Oberste Gericht einer Klage Chodorkowskijs stattgab, dürfen ihn seine Anwälte nicht erst abends, sondern auch tagsüber besuchen.
Anwälte und Klient haben viel zu besprechen. Vom morgigen Donnerstag an wird vor Gericht über einen Antrag Chodorkowskijs auf Freilassung auf Bewährung entschieden.
