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SERIE (III): Seilschaften gehen in Stellung

Putins Team steht bereits, die neue Kreml-Administration formiert sich erst

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Er werde nur seinen Füllfederhalter vom Kreml ins Weiße Haus mitnehmen, sagte Putin kürzlich in einem Interview mit der russischen Wochenzeitung Argumenty i Fakty. Doch abgesehen von diesem Geschenk seines Vorgängers Boris Jelzin werden auch die engsten Vertrauenspersonen des scheidenden Präsidenten in den Regierungssitz umziehen. So wurde bereits bekannt, dass Putins Pressesprecher im Kreml, Dmitri Peskow, seinem Chef in das Weiße Haus folgt.

Führende Rollen in Putins Regierung dürften Experten zufolge wohl Igor Setschin, bisher Vizechef der Kreml-Administration, Aufsichtsratschef des Ölkonzerns Rosneft und Anführer der mächtigen Geheimdienstlobby („Silowiki“), weiters Viktor Iwanow, Leiter der Obersten Antikorruptionsbehörde, und Sergej Iwanow, ehemaliger Verteidigungsminister und als erster Vizepremier für die Förderung der russischen Industrie zuständig, einnehmen. „Das große Gewicht der Silowiki in der Regierung wird Reformen schwierig machen“, sagt Kreml-Kenner Alexander Rahr. Er rechnet damit, dass Putin sein Kabinett bereits am 8. Mai, dem Tag seiner Ernennung zum Premier, bekanntgibt, um damit Stabilität zu demonstrieren.

Im Gegensatz dazu dürfte Medwedew erst nach seiner Angelobung beginnen, die Präsidialadministration zusammenzustellen. Gute Chance auf eine Position im Kreml haben Igor Schuwalow, der russische G-8-Sherpa und bisherige Präsidentenberater für Wirtschaftsfragen, Alexander Chloponin, Gouverneur der Region Krasnojarsk, und Medwedews Studienkollege Anton Iwanow, der derzeit dem Obersten Schiedsgericht vorsitzt.

Unterstützung kann der als wirtschaftsliberal geltende Medwedew auch von den Oligarchen erwarten. „Es gibt Bemühungen der Oligarchen, sich an Medwedew zu orientieren. Sie legen ihre Eier bereits in zwei Körbe“, sagt Rahr. Gute Beziehungen zu Medwedew soll bereits Strabag-Miteigentümer Oleg Deripaska aufgebaut haben.

(DER STANDARD)

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