Am Dienstag wurde in London zum zweiten Mal der "Global Peace Index" der Economist Intelligence Unit (EIU) veröffentlicht. Von insgesamt 140 bewerteten Ländern belegt Russland den 131. Platz unter den friedlichsten Staaten der Welt.

Der "Global Peace Index" beruht auf der Analyse von 24 qualitativen und quantitativen Indikatoren, die interne und externe Faktoren miteinander kombinieren: Die militärischen Ausgaben eines Landes werden ebenso berücksichtigt wie die Beziehungen zu den benachbarten Staaten, die Respektierung der Menschenrechte oder die Anzahl der Häftlinge.
Island gilt als das sicherste Land der Welt, den Schluss der Liste bildet der Irak.
International hat sich die Lage laut EIU seit vergangenem Jahr verbessert. Island, heuer zum ersten Mal dabei, drängte den Vorjahressieger Norwegen auf Platz drei, hinter Dänemark. Auch sonst ist Europa in den "Top Ten" stark vertreten, Irland, Portugal, Finnland und Luxemburg belegen die Plätze sechs bis neun. Insgesamt zeigt die Studie, dass kleine, stabile Länder, die Teil eines regionalen Blocks wie beispielsweise der EU sind, am ehesten als friedlich einzuschätzen sind. Einkommen und Bildung seien dabei entscheidende Maßstäbe für die Friedfertigkeit.
Japan und Neuseeland sind die einzigen beiden G-8-Staaten, die es unter die ersten zehn geschafft haben, während die USA erst auf Platz 97 zu finden ist und Russland gar den 131. Platz belegt. Andere Schlusslichter sind Somalia, der Sudan, Afghanistan, Israel und der Tschad.
Der Friedensindex wurde 2007 erstmals veröffentlicht und wird von Prominenten wie dem Dalai Lama, Erzbischof Desmond Tutu, Ex-US-Präsident Jimmy Carter und Königin Noor von Jordanien unterstützt.