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Ostsee-Pipeline auf skandinavische Art: Dem geschenkten Gaul ins Maul geschaut (Teil 3)

von Grigori Pasko, Journalist.

[Siehe Teil 1 und Teil 2 dieser Serie]

In der örtlichen Universität traf ich mich mit Stefaan De Maecker, einem Umwelt-Aktivisten und Mitglied der Grünen Partei auf der Insel Gotland.

Was denken Sie über das Projekt Nord Stream?

Es gibt ja diese Herangehensweise, zuerst über große Projekte zu entscheiden und sich erst dann über die Umweltfolgen Gedanken zu machen. Die Entscheidungen werden festgezurrt, und danach stellt man sich die Frage: „Oh, wie könnte denn die Umwelt davon betroffen sein?“ Aber dann ist alles zu spät. [Speziell was Nord Stream betrifft,] so ist es natürlich nie zu spät, aber die Bedingungen, unter denen wir agieren müssen, sind nicht die besten. Die Europäische Union hat bereits eine Entscheidung getroffen, dass das Projekt Vorrang hat. …Und Deutschland und Russland treiben das Projekt ganz entschieden voran. …

Aber wir haben eine andere Forderung, nämlich dass die Route geändert wird. Man sollte untersuchen, welche Umweltfolgen eine Landroute haben würde. Das ist eine komplizierte politische Angelegenheit, aber wir glauben, es ist der einzige Weg [den man gehen kann, wenn wir] die Umweltfragen ernst nehmen – es sollte also eine Alternativroute geben.

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