von Grigori Pasko
Ich möchte kurz zu meinem früheren Artikel zurückkehren und erwähnen, wie sich die Nord-Stream-Pipeline von der finnischen Küste aus darstellt, und dann noch auf verschiedene andere Aspekte hinweisen. Das finnische Umweltministerium hat dem Unternehmen Nord Stream ausgehend von einer früheren Prüfung der Umweltverträglichkeitsstudie empfohlen, alternative Verlegungsrouten in Betracht zu ziehen – darunter nicht nur eine über Land, sondern auch eine unterseeische, und zwar südlich an der Insel Hogland vorbei (auf Finnisch heißt sie Suursaari, auf Russisch wird sie Gogland genannt, seit sie im Winterkrieg 1939-1940 von den Sowjets besetzt wurde).
Nord Stream war diesem Vorschlag aus verschiedenen Gründen abgeneigt: Südlich von Hogland befindet sich ein Naturschutzgebiet, und der Schiffsverkehr ist dort dichter als anderswo; außerdem befinden sich viele Schiffswracks und Unterseekabel auf dem Meeresboden. Die Vorlage von Nord Streams Bericht in seiner revidierten und erweiterten Fassung steht dieser Tage unmittelbar ins Haus. Im Mai und Juni wird der Bericht überall im Lande diskutiert werden: Jeder Bürger kann seine Meinung zu dem Projekt kundtun. Dahinter steht der Gedanke, dass die finnische Regierung auf die öffentliche Meinung Rücksicht nehmen muss, bevor sie eine endgültige Entscheidung über die Verlegung der Pipeline innerhalb der nationalen Gewässer trifft.