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Noch nicht alle Bedenken gegen Ostseepipeline ausgeräumt

Noch immer haben Schweden und Finnland Vorbehalte gegen den Bau der Ostseepipeline. Die beiden Staaten befürchten eine Beträchtigung des Schiffsverkehrs durch das Nord Stream-Projekt. Der Präsident des russischen Gasverbandes Walerij Jasew warf der EU vor, die Beteiligten bei der Lösung des Problems nur mangelhaft zu unterstützen.

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Die Bedenken einiger Länder gegen die geplante Gas-Pipeline durch die Ostsee sind immer noch nicht ganz ausgeräumt.

"Die Kritik vonseiten der Esten und Letten ist offensichtlich beigelegt, was die Trassenführung angeht", sagte am Dienstag in Berlin der Präsident des russischen Gasverbandes Walerij Jasew. Die Bedenken Finnlands und Schwedens beständen aber fort. "Wir werden auch Alternativ-Routen suchen, sofern jemand die Trassenführung torpedieren will." Er erneuerte seine Kritik an angeblich mangelnder Unterstützung der EU bei der Lösung der Probleme. Er sei der Meinung, dass das Eintreten der Europäer für das Projekt nach wie vor zu Wünschen übrig lasse.

"Europa braucht diese Pipeline", sagte Jasew. "Wir müssen gemeinsam die Probleme lösen." Bedenken Finnlands, insbesondere aber Schwedens an der geplanten Trasse, die mit angeblichen Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs zu tun hätten, könne er nicht nachvollziehen. Jasew rief Europa auf, die Ostseepipeline stärker zu unterstützen. Die Pipeline werde die Abhängigkeit Europas von russischem Gas auch nicht erhöhen. Der Anteil russischen Gases am europäischen Markt werde 2020 nicht wesentlich von den 27 Prozent abweichen, die heute schon erreicht seien.

Russland geht nach Jasews Worten davon aus, dass der erste Strang der Ostseepipeline 2011 fertiggestellt sein sollte. 2012 sollte die Leitung dann betriebsfähig sein. Der zweite Strang werde 2013 folgen. Nach ursprünglicher Planung sollte die 1200 Kilometer lange Leitung vom russischen Wyborg nach Greifswald 2010 fertig sein und rund fünf Milliarden Euro kosten. Die Atmosphäre in den Gesprächen mit Polen, das ebenfalls zu den großen Kritikern der Pipeline gehörte, sei durch den Regierungswechsel in dem Land erheblich besser geworden, fügte Jasew hinzu.

Die Pipeline wird vom Konsortiums Nord Stream betrieben. Das Konsortium wird von dem russischen Gasriesen Gazprom geführt. Ihm gehören auch E.ON und BASF an. Aufsichtsratsvorsitzender ist der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder.

(Quelle: Reuters)

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