Überraschend gab der litauischen Außenminister Vaitiekunas die Mitwirkung des Landes an den Gespräche zwischen der EU und Russland in Bezug auf ein neues Grundlagenabkommen bekannt. Anderthalb Jahre lang hatte der kleine Staat die Verhandlungen blockiert. Nach Angaben des litauischen Außenministeriums sei es gelungen wichtige Fragen in die bevorstehenden Gespräche einzubringen.

Von Blockadehaltung war die Rede, die Partnerschaft zwischen Russland und der Europäischen Union sei an Litauen gescheitert. Der kleine baltische Staat hatte sich Ende April auf einem EU-Außenministertreffen in Luxemburg nicht davon überzeugen lassen, die seit über 18 Monaten nicht vorankommenden Verhandlungsgespräche mit Russland über Abkommen vor allem in Energiefragen aufzunehmen.
"Wir wollen die Verhandlungen nicht in einen Zeitrahmen zwängen", hatte Litauens Außenminister Petras Vaitiekunas zu Protokoll gegeben. Was zähle, sei nicht ein Abkommen um jeden Preis, sondern dessen Inhalt.