Menschenrechtspolitik ist eine schwierige Sache - das muss Günter Nooke, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, immer wieder feststellen. Die Verfechter der Demokratie und der westlichen Wertvorstellungen werden immer weniger. Das nährt Zweifel an der Sinnhaftigkeit des eigenen Handels, gibt Nooke zu, doch aufgeben will er nicht.

Die Leute aus dem Auswärtigen Amt finden es sicher nicht gut, dass dieser Nooke jetzt hier sitzt, zwischen all den Uiguren. Es wird bestimmt wieder Ärger mit Peking geben.
Aber Günter Nooke ist kein Diplomat, er ist Sturkopf, es war klar, dass er kommen würde. Jetzt sitzt er hier in einem Hotel am Rande Berlins, in Raum "Elbe 1", Konferenzsaal mit Teppich, und die Uiguren laufen um ihn rum und fotografieren ihn mit ihren Digitalkameras. Sie freuen sich, dass er da ist.