Auch eine Art von Logik: Russland schreibt Forderungen in den Wind, verkauft aber zugleich Waffen an den Ex-Schuldner, die ihrerseits bezahlt werden müssen. Doch der Deal ist Teil einer geschickten Energiepolitik.

Russlands scheidender Präsident Wladimir Putin hat mit Libyen einen Vertrag über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens geschlossen, das Erdöl und Gas fördern und vermarkten soll. Auch Rüstungslieferungen vereinbarte Putins während seines zweitägigen Besuchs in Libyen mit Revolutionsführer Muammar el-Gaddafi. Insgesamt wurden Geschäfte über mehr als sechs Milliarden Euro abgeschlossen. Zu Putins hundertköpfiger Delegation gehörten mehrere Minister und führende Wirtschaftsvertreter. Am Donnerstag reiste der russische Präsident, der sein Amt am 7. Mai niederlegt, nach Sardinien weiter, wo er den designierten italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi traf.