
In den nächsten Tagen bis zur Präsidentschaftswahl in Russland werden wir Ihnen mehrere Portraits deutscher Medien vorstellen, die den Versuch unternehmen, Russlands zukünftigen Präsidenten Dmitrij Medwedjew zu charakterisieren.
Medwedew gibt den guten Polizisten, Putin den bösen
Kremlkandidat Medwedew hat die Präsidentschaftswahlen so gut wie gewonnen. Doch wohin er das Land führen wird, wissen nicht einmal seine Wähler.
Medwedew mit Wirtschaftsbossen, mit Schuldkindern, mit Putin: Der Präsidentschaftskandidat des Kremls dominiert seit Wochen die Fernsehnachrichten. Der neue Mann, so die Botschaft, setzt den «eingeschlagenen Kurs» fort. Anders gesagt: Medwedew ist Putins Mann. In Wahlwerbespots spazieren die beiden durch einen verschneiten Wald. «Gemeinsam siegen wir», sagt eine warme, tiefe Männerstimme aus dem Off.
Wenn die Russen am kommenden Sonntag zu den Urnen gehen, dann werden die meisten der Wahlempfehlung des Kremls folgen. Seit sich Wladimir Putin für den bisherigen Vize-Premier Dmitri Medwedew ausgesprochen hat, ist die Beliebtheit des Kandidaten in die Höhe geschossen. Noch Mitte Dezember wollten bloss 35 Prozent der Wähler für Medwedew stimmen, jetzt sind es über 70.
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