Russlands Staatsmonopol für Mainstream Medien? Abgehakt. Parteipolitik? Abgehakt. Energieversorger? Abgehakt? Gasvorkommen? Abgehakt. Alle Pipeline-Exporte? Abgehakt. Öl? Abgehakt - dank des Eigentums, das von Yukos gestohlen wurde. Waffen? Abgehakt. Raumfahrt- und Satellitentechnologie? Abgehakt. Titan? Abgehakt. Flugzeugtechnik? Abgehakt.
Und nun ... Stöhr? Abgehakt. Der Kreml ist dabei, ein offizielles Staatsmonopol für den lukrativen Kaviarhandel aufzubauen, da Schwarzmarkthändler, Wilderer und zwielichtige kriminelle Vereinigungen die Stöhrpopulation fast zum Aussterben gebracht hat.
Wir müssen uns vor Augen halten, wie ernst es dem Kreml mit Fisch ist. Letzten September versuchte der neue Premierminister Viktor Subkow (wann hat eigentlich das letzte Mal jemand etwas über ihn geschrieben?), seine neu gewonnene Autorität zu demonstrieren, indem er dem ausscheidenden Kabinett eine Lektion in sowjetischer Demütigung erteilte. Besonders gezüchtigt wurde Landwirtschaftsminister Alexej Gordejew, weil russische Fischer ihren Fang nicht in Russland, sondern in ausländischen Häfen verkaufen: "Das ist ein schwerer Verweis für Sie! Sie sind verantwortlich für Fisch!"
Vielleicht hätten wir zu diesem Zeitpunkt das Kaviar-Monopol erahnen müssen - sollte sich die Firma, die Putinka Wodka herstellt, nun Gedanken machen?