Gasprom attackiert Exxon

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Der schweizer Tagesanzeiger meldet: Der Gaskonzern Gazprom will sein Exportmonopol perfekt machen. Der Staatsbetrieb greift nach riesigen Erdgasvorkommen auf der ostsibirischen Insel Sachalin und fordert einen Stopp des Exxon-Projekts.


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Gazprom-Chef Alexei Miller und Wladimir Putin.

Gasprom bat heute die Regierung, das von dem US-Energiekonzern Exxon Mobil geleitete Öl- und Gasförderprojekt Sachalin-1 zu stoppen. Die Pläne, in grossem Stil Gas nach China zu exportieren, würden zu Engpässen auf dem heimischen Markt führen, warnte Gasprom. Vizechef Alexander Ananenkow sagte, allein der jährliche Gasbedarf im Fernen Osten Russlands sei fast doppelt so hoch wie die für den chinesischen Markt vorgesehene Exportmenge aus Sachalin-1.

Per Direktive solle die Regierung in Moskau daher anordnen, dass Gasprom das im Rahmen von Sachalin-1 geförderte Gas kaufen dürfe. Der russische Konzern werde dann dafür sorgen, dass der Rohstoff einheimische Abnehmer erreiche und nicht ins Ausland geleitet werde.
Erst im April hatte Gasprom die Übernahme des Öl- und Gasprojekts Sachalin-2 abgeschlossen. Das Staatsunternehmen hält seither 50 Prozent plus eine Aktie. Gasprom hatte sich im Dezember mit dem damaligen Projektführer Royal Dutch Shell auf einen Einstieg bei Sachalin-2 geeinigt. Die drei ursprünglichen Partner – neben Shell die japanischen Unternehmen Mitsui und Mitsubishi – traten jeweils die Hälfte ihres Anteils an Gasprom ab. Die russische Regierung unter Präsident Wladimir Putin hatte zuvor schrittweise den Druck auf das Projekt erhöht und Shell zuletzt mit dem Lizenzentzug gedroht.

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