Reuters berichtet heute über eine mögliche Kooperation zwischen dem italienischen Energiekonzern Eni und Gazprom:
Der italienische Energiekonzern ENI erwägt Kreisen zufolge einen Einstieg beim russischen Gas-Monopolisten Gazprom.
Die Chefs der beiden Unternehmen wollten am Mittwoch auf einem russisch-italienischen Gipfeltreffen über das Thema sprechen, sagte ein Diplomat am Montag. Die italienische Regierung wies dies zurück. Gegenstand der Gespräche sei vielmehr, ein bestehendes Abkommen voranzutreiben.
Gazprom hatte im November einen Vertrag mit Eni abgeschlossen, der dem russischen Staatskonzern die Lieferung von Gas direkt an Endkunden in Italien erlaubt. Im Gegenzug erhält Eni Zugang zu Reserven in Russland und Afrika. Das Abkommen erlaube dem italienischen Konzern, "eine wichtige Rolle als Öl- und Gasproduzent in Russland zu spielen", hatte Eni-Chef Paolo Scarconi damals gesagt. Den jüngsten Informationen zufolge wollen Scarconi und Gazprom-Chef Alexej Miller nun über eine Kapitalbeteiligung von Eni an Gazprom und konkrete Schritte zur Ölförderung sprechen.
An dem Gipfeltreffen im Süden Italiens nehmen neben dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi weitere Minister sowie zahlreiche Wirtschaftsführer teil.

