Der Österreichische Rundfunk berichtet über die neuesten Entwicklungen im Verfahren gegen den früheren Yukos-Chef Chodorkowski:
Im Kampf gegen eine weitere Verurteilung hat der frühere russische Ölmilliardär Michail Chodorkowski einen Teilsieg errungen.Ein Berufungsgericht in Moskau gab heute einem Antrag statt, wonach Chodorkowski zu den jüngsten Vorwürfen der Staatsanwaltschaft nicht in seiner Haftanstalt in einer entlegenen Gegend Sibiriens, sondern in Moskau befragt werden soll.
"Nicht überbewerten"
"Das wird unsere Arbeit erheblich erleichtern", sagte Chodorkowskis Anwalt Juri Schmidt der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei aber bisher nur ein juristischer Teilsieg, der nicht überbewertet werden sollte, fügte der Verteidiger hinzu.
Der einst reichste Mann Russlands verbüßt derzeit eine achtjährige Haftstrafe wegen Betrugs und Steuerhinterziehung. Im Oktober könnte er seine vorzeitige Entlassung beantragen - das wäre noch vor der russischen Präsidentenwahl im kommenden Jahr.
Weitere Gefängnisjahre drohen
Im vergangenen Monat erhoben die russischen Behörden jedoch Anklage gegen Chodorkowski wegen Geldwäsche, was zehn weitere Jahre Gefängnis bedeuten könnte.
Die russische Führung hat wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, dass sie den Gründer des zerschlagenen Yukos-Konzerns aus politischen Gründen verfolgt.
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