dpa berichtete am 19. Februar:
Russland hat ein Vertrauensdefizit in den Energie- Beziehungen mit der EU beklagt. Das gegenseitige Vertrauen habe durch die Kritik Deutschlands und Europas an Russland wegen der Lieferkrisen mit der Ukraine und Weißrussland gelitten, sagte der russische EU-Sonderbevollmächtigte Sergej Jastrschembski am Montagabend bei einer Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin.Er regte eine effizientere Kommunikation über eine Art Energie- Hotline an, um mögliche Krisen bereits vor ihrem Ausbruch zu entschärfen. Die Bundesregierung und die EU-Kommission hatten scharf protestiert, als Russland zu Jahresbeginn im Preiskrieg mit Weißrussland ohne Vorwarnung die Öl-Pipeline «Freundschaft» nach Deutschland zugedreht hatte.
Jastrschembski verwies auf die Liefertreue Russlands. Es gebe verbindliche Gaslieferverträge bis zum Jahr 2035: «Welche zusätzlichen Garantien brauchen Sie noch?» Die geplante Ostsee-Pipeline werde die Energiesicherheit Europas und die Zuverlässigkeit Russlands wesentlich erhöhen, weil der Gas-Transport durch unsichere Transitländer verringert werde.
Jastrschembski begrüßte es grundsätzlich, wichtige Prinzipien der umstrittenen Energiecharta im geplanten Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Russland zu verankern. «Wir verstehen, wie wichtig das für unsere europäischen Partner ist», sagte der Berater von Präsident Wladimir Putin.
Dass der Staatskonzern Gazprom verstärkt ins europäische Endkundengeschäft einsteige und russische Investoren sich an Industriekonzernen beteiligten, solle im Westen keine Beunruhigung auslösen. «Wir wollen nicht wie ein Bär hereinplatzen, sondern wie ein gleichberechtigter Partner behandelt werden», sagte Jastrschembski.
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